Auf Wohnungssuche sind sogar Lügen Erlaubt

Die Wohnungsbesichtigung kann schon einmal zu einer Art Mieter-Casting ausarten, schließlich will der Vermieter sicher gehen, dass er sich einen zahlungsfähigen und seriösen Menschen ins Haus holt. Verständlich.

Doch die Befragung hat auch ihre Grenzen. Denn auch Mieter haben eine grundrechtlich geschützte Privatsphäre. Der Vermieter darf also längst nicht zu allem Auskunft verlangen was ihn womöglich interessiert. Wenn er es doch macht, darf der Mietinteressent sogar lügen. Denn, so die Logik der Gerichte, wenn er die Auskunft verweigert, sind seine Chancen, die Wohnung zu bekommen, gegen null.
Zulässige, übliche Fragen sind zum Beispiel zum Beruf und zum Einkommen des künftigen Mieters, auch bei finanziellen Notlagen wie beispielsweise ein Insolvenzverfahren über sein Vermögen muss der Mieter wahrheitsgemäß Auskunft erteilen.
Unzulässig sind hingegen Fragen zu Familienplanung und bestehender Schwangerschaft, zum Gesundheitszustand oder zu Behinderungen und zur politischen Einstellung, Ethnie und Religionszugehörigkeit. Auch ob der Mietinteressent raucht, welches Instrument er spielt oder wie seine Kochgewohnheiten sind, gehen den Mieter nichts an.
Wird ein Bewerber aus diskriminierenden Gründen abgelehnt, kann sogar eine Schadensersatzforderung drohen.

Quelle: Eigenrecherche Immobiliennews.tv

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